Klauen duo Unsere Bank

Musikvideo von Wolfgang Hagedorn im Alleingang zu „Unsere Bank“ aus dem Album „Gewaltfreies Kotzen“ des KLAUEN DUO, einer abgespeckten Version der Band KLAUEN. Musik: W. Hagedorn, Text & Gesang: Le canif

Wir essen alles nochmal

Irgendwie musste ich dem Bild-Text Projekt “WIR ESSEN ALLES” von Wolfgang Hagedorn und mir in Zusammenarbeit mit 30 Quadrat noch eine hörbare Version hinzufügen, quasi Gesamtkunstwerk. Die Texte zum Essen nun auch hier zum Hören.

Für die, die ein paar Euro übrig haben: Auf https://raoufkhanfir.bandcamp.com lassen sich die Files käuflich erwerben, wie übrigens die Romane Wittgenstein und Abgeknickt.

Klauen - Debutalbum - Vinyl - Parallel Schallplatten

Klauen – Debutalbum

Die Limited Edition des bei Parallel Schallplatten veröffentlichten Klauen Debüt-Albums enthält die LP in farbigem Vinyl, ein Remix-Tape mit sechs Dance-Remixen von Bob Humid, Jan Casagrande und Wolfgang Hagedorn, sowie einen 21x21cm großen, limitierten, nachgearbeiteten Kunstdruck “Butterengel” von Wolfgang Hagedorn.

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Wir essen alles - Diskonspekt - Raouf Khanfir, Wolfgang Hagedorn, 30 Quadrat

Wir essen alles

Die Texte zeichnen sich wie die Collagen durch die assoziative Verknüpfung essensbezogener Bilder mit dem quälenden Wahnsinn gegenwärtigen urbanen Lebens aus – phantastische Merkwürdigkeiten, grelle Bilder und schräge Wendungen inbegriffen. Guter Geschmack ist dabei nicht die leitende Idee – eher eine Kritik am (oralen) Konsum, auch das Rohmaterial der Collagen scheint aus der Welt der Werbung und der Produktfotografie filetiert zu sein. Lässt man sich die Texte zusammen mit den Bildern auf der Zunge zergehen, entstehen Fragen, die uns auf unser (Alles-)Essen verweisen und damit das reflexive Besteck in die Hand geben, um kurz von unseren Tellern aufzublicken und uns zu fragen, was genau wir da alles essen, wie und warum wir das tun. Prost Mahlzeit!

Dr. Guido Lauen

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Knoblaucherdbeervogel - Wolfgang Hagedorn / Raouf Khanfir - 30 Quadrat - Diskonspekt - Wir essen alles

Knoblaucherdbeervogel

Wir erleiden einen seltsamen Mangel. Wir sind nicht in der Lage, uns vorzustellen, wie viel von dem, was wir essen, andere Menschen mit kleineren, spitzeren Mündern gar nicht essen können. Wir essen ja bekanntlich alles. Allein bei dem Gedanken, etwas nicht zu essen, scheinen wir von einer merkwürdigen Hemmung ergriffen. Das Wesen des Nicht-Essens in Worten von Menschen zu denken, die alles essen, die tatsächlich immer nur am Essen sind, ist eine Aufgabe, die an dieser Stelle sicher nicht zur Zufriedenheit aller gelöst werden wird. Was aber nicht außer Acht gelassen werden sollte: Die Mayas lebten in der Vorstellung, ihr Kochgeschirr könne, nachdem es den ganzen Tag Schläge, Stöße und Verbrennungen hinnehmen musste, am Abend furchtbare Rache nehmen. In ihrer Welt schlugen, verbrannten und zerkratzten die Töpfe, Pfannen und Löffel ihrerseits die Menschen, sobald sich dazu die Gelegenheit ergab.

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